Joubarbe d'Aywaille
Sempervivum funckii var. aqualiense
Eine seltene und geschützte Pflanze
Die Joubarbe d'Aywaille (Sempervivum funckii var. aqualiense) ist eine botanische Varietät, die endemisch in der Region Aywaille in den belgischen Ardennen vorkommt. Sie wurde erstmals vom belgischen Botaniker Charles Morren im Jahr 1873 beschrieben.
Diese Sukkulente aus der Familie der Crassulaceae wächst natürlich auf Kalkfelsen und alten Steinmauern im Amblève-Tal. Ihre kompakten Rosetten aus fleischigen Blättern, die an den Spitzen oft rötlich-braun gefärbt sind, bilden dichte Kolonien auf sonnenexponierten Felsunterlagen.
Im Naturschutzgebiet Heid des Gattes
Die Joubarbe d'Aywaille ist insbesondere im Naturschutzgebiet Heid des Gattes zu finden, das direkt an den Weiler Sur la Heid grenzt — nur wenige Schritte vom Gîte Cocoon entfernt. Das Schutzgebiet beherbergt auch Wildziegen (die "gattes" im wallonischen Dialekt, die dem Ort seinen Namen geben), wilde Orchideen und eine reiche kalkliebende Artenvielfalt.
Der lateinische Name aqualiense bezieht sich auf Aywaille (früher „Aqualia" auf Lateinisch), die Gemeinde, zu der Remouchamps und der Weiler Sur la Heid gehören.
Merkmale
- Familie: Crassulaceae
- Gattung: Sempervivum (vom Lateinischen „semper vivum" — immer lebend)
- Lebensraum: Kalkfelsen, alte Mauern, sonnenexponierte Felsunterlagen
- Höhe: 150–300 m im Amblève-Tal
- Blütezeit: Juni–August, sternförmige rosa bis rote Blüten
- Status: Seltene Varietät, in der Wallonischen Region geschützt
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